{"id":1297,"date":"2020-02-22T19:20:51","date_gmt":"2020-02-22T18:20:51","guid":{"rendered":"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1297"},"modified":"2020-03-04T16:58:04","modified_gmt":"2020-03-04T15:58:04","slug":"squishys-album-of-the-week-vol-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1297","title":{"rendered":"SQuiShY&#8217;s aLbuM of tHE WeeK vOl. 35"},"content":{"rendered":"\n<p>GENESIS-MONTH IV: <strong>Steve Hackett &#8211; To Watch The Storm<\/strong>s<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1298\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-768x432.jpg 768w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-350x197.jpg 350w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355-860x484.jpg 860w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/20200215_122355.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Steve Hackett, das wahrscheinlich unbekannteste Mitglied der klassischen, proggigen Genesis-Zeit, hat von allen den wohl umfangreichsten Katalog vorzuweisen. In beiden Punkten wird er wohl nur von seinem Vorg\u00e4nger an der Gitarre, Anthony Phillips, \u00fcbertroffen, der ebenso einen opulenten Solo-Output hat, den allerdings kaum jemand kennen d\u00fcrfte. Aber w\u00e4hrend Phillips an gerade zwei Alben mitwirken durfte (dem etwas ungl\u00fccklichen Erstling, das eine etwas ungelenke, laienhafte sp\u00e4t-60er Popmischung mit gruseligen Orchesterarrangements ist und &#8222;Trespass&#8220;, dem ersten wirklichen Genesis-Album von 1970), war Hackett f\u00fcr sechs Alben an seiner Gibson Les Paul <em>der<\/em> Mann f\u00fcr alle Gitarren. Alle? Nein, nicht ganz, denn Genesis haben in damaligen Zeiten auch gerne mal einen halben Chor von den Dingern herausgepult und drei akustische, teils zw\u00f6lfsaitige Gitarren am Start gehabt, um solche filigran kristallinen Strukturen zu zaubern, wie wir sie zu Beginn des Monstrums &#8222;Supper&#8217;s Ready&#8220; von 1972 kennen. Im endeffekt war Hackett genau so viele Alben als Leadgitarrist bei der Band, wie es Alben in der sp\u00e4ter bekannten Dreier-Besetzung gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Hat sich Hackett mit der Band gerne mal im Hintergrund gehalten und sich dem Diktat der Gesamtwirkung unterworfen (und dem demokratischen Verst\u00e4ndnis innerhalb der Band, das leider oft Tony Banks an den Keyboards den Vorzug gab) so lange, bis Hackett sich mehr Raum w\u00fcnschte und schlie\u00dflich ausstieg, hat er sich solo ganz anders entfaltet. Lange hat er die Fahne des Prog h\u00f6her halten k\u00f6nnen als seine einstigen Kollegen. Genesis haben zwar, unbemerkt von den Massen, immer wieder kuriose Experimente und lange St\u00fccke von zw\u00f6lf Minuten eingebastelt (Duke-Suite, Dodo\/Lurker, Home by the Sea\/Second Home by the Sea, Domino, Fading Lights), aber die komischen Experimente mit schr\u00e4gen Takten, die obskuren Instrumentale, die hat Hackett besser verwirklicht. <\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahren hat er aber etwas abgebaut. Zunehmend verdingt er sich als Bewahrer der progressiven Genesis und geht mit deren altem Katalog auf die B\u00fchne, w\u00e4hrend sein eigener Solokatalog weniger Beachtung findet. Neue Alben sind oft auf beinahe unertr\u00e4gliche Weise \u00fcberproduziert und klingen matschig, mit Effekten verkleistert und blutleer. <\/p>\n\n\n\n<p>To Watch The Storms ist das wohl letzte Album, bei dem dieser Trend noch nicht wirklich sp\u00fcrbar war. Alles klingt klar und frisch, knackig und sauber. Hackett zeigt hier, dass seine St\u00e4rke in der Vielseitigkeit liegt. Er kann druckvoll aber auch verspielt. Hart und auch albern. Voll frontal oder romantisch entr\u00fcckt. Was dabei die eigentliche Kunst ist: Trotz der vermeintlichen Widerspr\u00fcche wirkt alles wie aus einem Guss.<\/p>\n\n\n\n<p>Genesis-Month:<br>I. <a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1290\">Phil Collins &#8211; Hello, I Must Be Going!<\/a><br>II. <a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1303\">Tony Banks &#8211; A Curious Feeling<\/a><br>III. <a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1287\">Peter Gabriel &#8211;  UP<\/a><br>IV. <a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1297\">Steve Hackett &#8211; To Watch The Storms<\/a><br>V. <a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1364\">Genesis &#8211; Live Over Europe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GENESIS-MONTH IV: Steve Hackett &#8211; To Watch The Storms Steve Hackett, das wahrscheinlich unbekannteste Mitglied der klassischen, proggigen Genesis-Zeit, hat von allen den wohl umfangreichsten <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1297\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1299,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40],"tags":[36,12,64],"class_list":["post-1297","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-album-of-the-week","tag-musicblog","tag-squishy","tag-squishy-nobones"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1297"}],"collection":[{"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1297"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1370,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1297\/revisions\/1370"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/squishy-nobones.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}