{"id":153,"date":"2019-02-03T20:23:13","date_gmt":"2019-02-03T20:23:13","guid":{"rendered":"http:\/\/squishy-nobones.de\/?p=153"},"modified":"2019-10-07T12:56:09","modified_gmt":"2019-10-07T10:56:09","slug":"squishy-erklaert-was-kunst-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=153","title":{"rendered":"sQUIshY erKL\u00e4rt, wAs kuNSt isT?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_130443-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-146\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_130443-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_130443-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_130443-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>iCH unD dIe kiNDer voM H\u00dcLsenbeCk. oDEr voM rUNge. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>HalLo, sQuiShy iSt zuR\u00fcCk, nach langer Abwesenheit, um euch\nendlich mit h\u00f6herer Weisheit zu erfreuen. Und ich habe mir gleich ein ganz\nbesonders kniffliges Thema herausgesucht: Kunst. Ich bin gerade auf dem R\u00fcckweg\nvon Hamburg, wo ich alles M\u00f6gliche betrachtet habe, darunter auch die Hamburger\nKunsthalle. Das war schon interessant, wenngleich auch verwirrend. Und da ich\nja vor einigen Monaten dieses Thema schon einmal am Wickel hatte, dachte ich\nmir, dass das DIE Gelegenheit ist, mal die Frage zu kl\u00e4ren, was, wie und warum\nKunst ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle einigerma\u00dfen intelligenten Wesen haben den Drang, Kunst\nzu produzieren. Das gilt also nicht nur f\u00fcr Tintenfische, sondern auch f\u00fcr\nMenschen. Delfine bekommen meistens nur dumme Strichm\u00e4nnchen hin. Nicht unbedingt\nso das Wahre, insbesondere, weil sie meistens mit Wasserfarben malen. Egal, was\nandere sagen, aber wer sich dazu dressieren l\u00e4sst, f\u00fcr ein paar alte Fische\ndurch Reifen zu h\u00fcpfen, ist nur bedingt helle. Kunst ist also ein Ausdruck von\nIntelligenz. Und das Wort \u201eAusdruck\u201c gibt es schon ganz gut wieder, denn Kunst\ndr\u00fcckt etwas aus. Nicht etwa Furunkel, wie man meinen k\u00f6nnte, auch wenn (und\ndas hatte ich vorher schon mal gesagt), einige so genannte Kunstwerke auch\nnicht besser aussehen, als h\u00e4tte jemand da einen gro\u00dfen, fetten Abszess auf die\nLeinwand gew\u00fcrgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kunst muss also etwas ausdr\u00fccken, sonst ist es keine Kunst.\nTumbe, hirnlose Vollpfosten produzieren keine Kunst. Manche versuchen es,\nstellen sich ins Rampenlicht und (jede Bohlen-Show beweist dies) versuchen\nihrer j\u00e4mmerlichen Existenz zu entkommen und durch mehr oder minder grausames\nGejaule Aufmerksamkeit zu generieren. Und Aufmerksamkeit ist f\u00fcr viele Gr\u00f6\u00dfe.\nUnd so k\u00f6nnen sie sich gro\u00df f\u00fchlen, auch wenn sich alle Welt \u00fcber sie\nechauffiert. Durch neue Medienkan\u00e4le wie YouTube oder Instagram kann das auch\nimmer jeder \u00fcberall, auch ohne Bohlen. Kontrovers ist so oder so die Frage, ob\ndie Gier nach Geld auch etwas ist, das man ausdr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen wir mal alle Kunst im erweiterten Sinne beiseite\n(Musiker, Schriftsteller und so genannte Lebensk\u00fcnstler, die auch nichts\nanderes sind als neu etikettierte Versager\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>[EINSCHUB: Es gibt Menschen und andere Kreaturen, die\nunverschuldet ganz unten ankommen, denen das Schicksal \u00fcbel mitspielt. Einmal\nmit der falschen Auster geschlafen, b\u00e4m! Und neben betrogener Liebe auch\nKrankheit, Arbeitslosigkeit oder Mut an der faschen Stelle \u2013 \u201eKlar probiere ich\ndiese lustige Spa\u00dfpille mal aus!\u201c \u2013 alles Dinge, die ein Individuum so aus der\nBahn schie\u00dfen k\u00f6nnen, dass sie aus dem System rausfallen und kaum wieder\naufzustehen verm\u00f6gen. Manche von ihnen haben nichts anderes mehr als ein\nFragment W\u00fcrde und vielleicht eine Miesmuschel, oder bei Menschen einen Hund,\nals einzigen letzten Freund. Beides sollte man ihnen nicht nehmen. Es gibt aber\nauch einige, die aus Bequemlichkeit \u201eaussteigen\u201c und sich eine \u201ealternative\nLebensgestaltung\u201c aneignen, die am Ende nichts anderes ist, als dass andere sie\ndurchf\u00fcttern. Mein Cousin Fl\u00f6bbl ist so einer. Kommt immer zu den Feiertagen\nvorbeigeschwommen, bringt etwas krudes, aus Seegras geflochtenes bizarres Etwas\nmit, das niemand will, und erwartet, dass wir ihn drei Tage durchf\u00fcttern, reich\nbeschenken und so \u00fcber die n\u00e4chsten Monate bringen, die er damit verbringt,\nsich selbst Karten zu legen und dabei R\u00e4ucherst\u00e4bchen zu knabbern (anz\u00fcnden\ngeht drau\u00dfen auf dem Riff schlecht). Verdammt, Fl\u00f6bbl! Such dir einen Job, am\nliebsten im Aquarium (da lassen sie dich an den Feiertagen nicht raus!) Solche\nLeute meine ich mit Versagern. EINSCHUB ENDE]<\/p>\n\n\n\n<p>Lassen wir also mal alle Kunst im erweiterten Sinne beiseite\nund widmen uns der so genannten \u201eBildenden Kunst\u201c. Ich meine hier auch nicht\ndas, was in den letzten Jahrzehnten zunehmend als angewandte Kunst aufkam:\nArchitektur, Film, Design\u2026 Ich benenne hier das, was die Theoretiker als \u201efreie\nKunst\u201c bezeichnen, wobei \u201efrei\u201c so eine Sache ist. Entspricht mehr dem\nneuzeitlichen Ideal\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_140338-e1549225323990-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-149\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_140338-e1549225323990-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_140338-e1549225323990-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_140338-e1549225323990-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Was soll Kunst? Was will Kunst? Was will uns Kunst also\nsagen? Das hat sich in den Jahrhunderten immer wieder ge\u00e4ndert. Und wenn ihr\nAngst haben solltet, dass ich jetzt hier einen kunstgeschichtlichen\nRundumschlag veranstalte, kann ich euch beruhigen. Ihr bekommt genau den \u2013 in\nseiner Kurzfassung. Da ich hier vornehmlich menschliche Leser habe, nehme ich\ndazu mal die Kunst der Menschen. Tintenfischkunst ist etwas komplexer und mit\nnur einem Gehirn leider schwer zu erfassen. Sorry, not sorry.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Steinzeitmensch war vor allem ein Illustrator. Er\ndokumentierte seinen Alltag. Jagdszenen vor allem. Ich frage mich, ob es\nvielleicht sogar eine Art Anleitung zur Jagd war, aber da kenne ich mich nicht\naus. Mit der Zeit kamen Darstellungen von G\u00f6ttern hinzu. Man kam mit\nzunehmender Gehirngr\u00f6\u00dfer immer weniger damit klar, sich Dinge nicht erkl\u00e4ren zu\nk\u00f6nnen. Und statt das eigene Unwissen einzugestehen, dachte man sich G\u00f6tter als\nultimative Platzhalter aus. Machtstrukturen entstanden und die M\u00e4chtigen\nwollten doch nicht zugeben, dass sie keine Ahnung hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit rasseln wir schon in die Antike. Neben dem ganze\nG\u00f6tterged\u00f6ns, das in dieser Zeit zunahm und dazu herhalten musste, die G\u00f6tter,\ndie man nicht sah, auch anbeten zu k\u00f6nnen, wurden nun auch mal Geschichten\nerz\u00e4hlt. Aber es kam auch mal der Mensch in den Fokus. Einerseits gab es\nIdealmenschen, diese ganzen Diskuswerfer zum Beispiel mit ihren monstr\u00f6sen\nOberk\u00f6rpern, die nicht nur aussahen, wie aus Marmor gehauen, sondern dies auch\nwaren. Aber immer mehr kamen auch echte Menschen in der Kunst vor. Bei der\nganzen immer un\u00fcbersichtlicher werdenden G\u00f6tterwelt und der voranschreitenden\nPhilosophie wurde manchem so schwindlig, dass er sich lieber mit dem Hier und\nJetzt befasste. Und das war f\u00fcr manche erschreckend. Die Leute lie\u00dfen sich\nselbst abbilden, um nicht vergessen zu werden. Wenn man am ewigen Leben nach\ndem Tod (zu Recht) zweifelte, wollte man doch zumindest in den K\u00f6pfen der\nanderen Unsterblichkeit erlangen. Erinnerung war alles, fiel jemand in Ungnade,\nwar es das schlimmste, seinen Namen zu tilgen, seine Bildnisse zu zerschlagen\nund ihn zur Vergessenheit zu verdammen (condemnatio oblivionis \u2013 das gab es\nwirklich\u2026 heute reicht es, wenn der beste Kumpel dir in volltrunkenem Zustand\neinen Penis auf die Wange kritzelt und davon ein Foto bei Facebook hochl\u00e4dt, um\nnie und nimmer vergessen zu werden). In der sp\u00e4ten Antike war Kunst der\nAusdruck der Angst vor dem Sterben und vergessen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kamen die Christen an die Macht. Alles ungl\u00e4ubige\nAntikgewerkel wurde geschreddert, Philosophen aus dem Ged\u00e4chtnis gel\u00f6scht. Sterben\nwar toll, weil ja alle in den Himmel kamen (naja, durch Erbs\u00fcnde und\nambivalente Bibeltexte und Auslegungen eher alle in die H\u00f6lle\u2026). Da aber\nniemand das verdammte Buch lesen konnte, wurde die Story in die Kunst gegeben.\nAlle erz\u00e4hlten nur noch die eine Geschichte rauf und runter. Und alle Bilder\nsehen gleich aus. Und alle K\u00f6ppe auch. Wenn die Menschen heute dieses Zeug\nsehen, denken sie, man konnte damals einfach nur nicht besser malen. Konnten\nsie aber schon, wollten sie nur nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Renaissance haben sie es wieder gelernt. Und es\ndauerte etwa 400 Jahre, bis sie es erneut verlernten. In der Zeit dazwischen\nwurde alles gemalt. Menschen, H\u00e4user, B\u00e4ume und Schmetterlinge. Auch Austern.\nSchlachten, Debatten, Nachtwachen. Mal strukturierten sie ihre Bilder beinahe\nmathematisch durch, entdeckten die Tugenden der Antike wieder, mal ging es um\ndramatische, tiefe Gef\u00fchle. Und ebenso wie die Geschichte der Menstruation ist\nauch die Geschichte der Kunst eine Geschichte voller Missverst\u00e4ndnisse\u2026 im\nBarock ging es um mehr als nur dicke Frauen (sogar Rubens war daf\u00fcr bekannt,\nhin und wieder ein ordentliches Gemetzel auf die Leinwand bannen zu lassen \u2013\nStichwort \u201eL\u00f6wenjagd\u201c oder \u201eH\u00f6llensturz der Verdammten\u201c), in der Romantik nicht\num Parkb\u00e4nke im Mondschein, sondern auch gerne mal um Schiffsungl\u00fccke (siehe\nGericaults \u201eFlo\u00df der Medusa\u201c, das sogar Kannibalismus thematisiert, oder\nFriedrichs \u201eEismeer\u201c) und Natur mit einer den Menschen erschlagenden\nErhabenheit. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_132422-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-154\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_132422-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_132422-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_132422-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir kommen zu dem Punkt, an dem Kunst anfing, tats\u00e4chlich\nfrei zu sein. Und der Ausl\u00f6ser (welch Wortwitz\u2026) war die Fotografie, die\neigentlich dazu geeignet schien, eigentlich zumindest der Malerei den Todessto\u00df\nzu geben. Der eigentliche Witz war, dass die Kunst endlich nicht mehr die Funktion\ninne haben musste, die nun die Fotografie \u00fcbernahm. Der Zwang, nach der Natur\nzu malen, war von jemand anderem \u00fcbernommen. Die Kunst starb damit nicht, sie\nwar pl\u00f6tzlich frei. Sie begann zu spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt kommen wir zu dem lustigen Teil, in dem die Pferde\nblau werden, die Gesichter eckig, Urinale gefeiert und schlie\u00dflich irgendwelche\nKomiker mit einem Mal nichts anderes auf ihre Leinwand pappen als ein schwarzes\nQuadrat. Ja. Ein schwarzes Quadrat ist ein schwarzes Quadrat und nichts\nanderes. Und nat\u00fcrlich hat jeder Idiot recht, der jetzt sagt, das h\u00e4tte er oder\nsie auch hinbekommen. Stimmt. In den meisten F\u00e4llen stimmt das. Und genau so\nhaben auch die ganzen Pseudoschlauen Recht, die dann einwenden \u201ehast du aber\nnicht\u201c, als w\u00fcrde das irgendwas \u00e4ndern. Die klingen dann immer so, als h\u00e4tten\nsie alles durchschaut und die Idioten sind ruhig, w\u00e4hrend sich die\nPseudoschlauen als die Intellektuelle Elite f\u00fchlen. Sind sie aber nicht, die\nPenner. Und verstanden haben sie das mit dem Quadrat n\u00e4mlich auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist ja, warum, als dieser Russe namens Malewitsch\nein schwarzes Quadrat malte, das Kunst war, w\u00e4hrend jedes andere schwarze\nQuadrat genau das nicht ist \u2013 egal, ob jemand es Jahrzehnte vor oder nach dem\nRussen gemalt h\u00e4tte. Durch die Fotografie konnten die K\u00fcnstler spielen, konnten\nhinter die Kulissen des rein Sichtbaren schauen. Einer der Trends war die\nAbstraktion und die Suche nach den wahren Formen. Das Ganze wurde immer\nabsurder, bewegte sich immer weiter von der Natur weg. Und Malewitsch f\u00fchrte\ndas Ganze zu einem Ende. Er setzte hinter diesen ellenlangen Satz der Abstraktion\nendlich einen Punkt. Und der Punkt war quadratisch. Zu keinem anderen Moment\nh\u00e4tte dieser Punkt Sinn gemacht. Auch in. diesem Satz machen einige. Punkte\nkeinen Sinn<\/p>\n\n\n\n<p>Aber am Ende fehlt einer. Da muss einfach einer hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer heute ein schwarzes Quadrat malt, ist ein\nNachmacher. Und wer besserwisserisch darauf besteht, dass das doch jetzt auch\nKunst sei, ist ein Idiot.<\/p>\n\n\n\n<p>Und heute? Inzwischen ist die Frage, was Kunst sei, hoch\numstritten. Ist jedes Gekotze, jedes Geschmiere unbedingt Kunst? Ist Kunst\ninzwischen so sehr Geschmackssache, dass die Frage, ob etwas Kunst sei, jeder\nf\u00fcr sich selbst entscheiden darf?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_141523-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-152\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_141523-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_141523-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_141523-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es ist tats\u00e4chlich etwas komisch geworden. Kunst ist eine\nmanchmal unausgesprochene Konvention zwischen K\u00fcnstlern, Kritikern, Ausstellern\nund Galeristen, Auktionsh\u00e4usern und Sammlern. Manchmal ben\u00f6tigt man als Laie\neine Anleitung im Umfang einer Gebrauchsanleitung f\u00fcr einen\nTeilchenbeschleuniger zum Verst\u00e4ndnis. Die Kunstelite freut sich dann, wie\nschlau sie doch sei, wenn sie \u00fcber einem Haufen Dreck herumphilosophiert.\nW\u00e4hrenddessen stehen alle anderen drum herum und sch\u00fctteln den Kopf \u00fcber eine\nVideoinstallation, in der sich nackte und mit Kunstblut beschmierte Gro\u00dfm\u00fctter\nRegierungserkl\u00e4rungen diktatorischer Regimes des 18. Jahrhunderts entgegenbr\u00fcllen,\ngezeigt auf drei alten, flackernden R\u00f6hrenfernsehern, die an Fahrradketten von\nder Decke baumeln und in dem gest\u00f6rten Rhythmus des Herzens des K\u00fcnstlers\nschwingen, den er bei seinem letzten, von Bergen und Zigaretten und Litern von\nRotwein induzierten Infarkt hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_150448-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_150448-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_150448-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_150448-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>blUTkuNsT?<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Also ist Kunst tot? Nein, auch das ist zu banal und zu\npauschal gesagt. Einige K\u00fcnstler schaffen es, der Elite die Zunge\nherauszustrecken und ihr ihre Absurdit\u00e4t vorzuf\u00fchren. Andere schaffen es, mit\nihren Werken doch noch zu ber\u00fchren. Das kann die Brutalit\u00e4t des RAF-Zyklus von\nGerhard Richter sein, das k\u00f6nnen die einfachen, aber proportionell und farbig unglaublich\nharmonischen Farbfl\u00e4chen von Mark Rothko sein oder freche Aktionen wie das sich\nselbst schreddernde Bild von Banksy. War das Kunst? Und was war die Kunst? Das\nBild? Die geplante Aktion? Oder dass sie scheiterte und der Schredder auf\nhalber Strecke versagte? In jedem Fall hat es die Gem\u00fcter bewegt, hat die Leute\nstaunen lassen, nachdenken und einfach mal streiten lassen. Wenn das nicht\nKunst ist? Was dann?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"708\" src=\"http:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_163917-1024x708.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-150\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_163917-1024x708.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_163917-300x207.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/20190120_163917-768x531.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HalLo, sQuiShy iSt zuR\u00fcCk, nach langer Abwesenheit, um euch endlich mit h\u00f6herer Weisheit zu erfreuen. 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