{"id":1647,"date":"2020-05-17T01:55:03","date_gmt":"2020-05-16T23:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1647"},"modified":"2020-05-17T01:55:05","modified_gmt":"2020-05-16T23:55:05","slug":"squishys-album-of-the-week-vol-41","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1647","title":{"rendered":"SQuiShY&#8217;s aLbuM of tHE WeeK vOl. 41"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Pink Floyd &#8211; The Dark Side of the Moon<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1648\" srcset=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-300x169.jpg 300w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-768x432.jpg 768w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-350x197.jpg 350w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220-860x484.jpg 860w, https:\/\/squishy-nobones.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200517_011220.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Vorweg: Nein, dies ist nicht mein ultimatives Lieblingsalbum. Das kommt sp\u00e4ter. Das kommt zum 50. und letzten Beitrag dieser Reihe. Ja, damit ist irgendwann mal Schluss&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Was dieses Album aber definitiv ist: Das absolut uneingeschr\u00e4nkt beste, ultimative, grandiosest-geniale Coverdesign aller Zeiten. Besser geht es nicht! Es ist absolut schlicht, simpel, vermeintlich billig aber darin so brilliant.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas Gejaule: Cover gibt es kaum noch. Richtige. \u00dcberhaupt das Konzept eines Albums ger\u00e4t zunehmend in den Hintergrund. Wichtiger sind einzelne Songs, die irgendwo auf Spotify den K\u00fcnstlern einen Hungerlohn einbringen. Dazu kommen ein paar nichtssagende Pressenfotos in halbdramatischen Posen. Es besteht allerdings die Hoffnung, dass mit dem Wiedererstarken des Vinyl-Fetischs auch die Renaissance der Cover-Kunst auf uns zu kommt. Vinyl, das bedeutet Album, das bedeutet zw\u00f6lf Zoll, drei\u00dfig Zentimeter im Quadrat Platz f\u00fcr Kunst. Einst bildeten Cover und Musik eine untrennbare Einheit und niemand hat diese Einheit zu solcher Perfektion getrieben wie das Designteam mit dem Namen Hipgnosis. <\/p>\n\n\n\n<p>Und kein Cover ist wohl so ikonisch, so unverkennbar wie das dieser Scheibe. Besser geht es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, und die Musik? Nun, Pink Floyd waren Meister des Konzeptalbums. Seien es ganze Geschichten, wie &#8222;<a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=1038\">The Wall<\/a>&#8222;, eine zynische <a href=\"https:\/\/squishy-nobones.de\/?p=244\">Beschreibung der ganzen Gesellschaft<\/a> oder ein ganzes Album nur \u00fcber das Thema Abwesenheit und Verlust, diese Alben waren immer Gesamtkunstwerke, optisch wie musikalisch wie lyrisch. Und Dark Side oder DSOTM, wie es gerne abgek\u00fcrzt benannt wird, macht den vielleicht h\u00e4rtesten Rundumschlag von allen. Texteschreiber Roger Waters war 29, als er die Worte zu der Musik niederschrieb &#8211; eigentlich viel zu jung, zum \u00fcber all das nachzudenken, was er hier thematisiert hat. Da ist alles drin: Beziehungen zwischen zwei Menschen und V\u00f6lkern (Us and Them), Kapitalismus (Money), Wahnsinn (Brain Damage), Lebenssinn und Midlife Crisis (Time). Und dazu kommt noch Richard Wrights (und S\u00e4ngerin Clare Torrys) Meisterwerk &#8222;The Great Gig in the Sky&#8220;, das kaum etwas anderes thematisiert als den Tod &#8211; und das auf unnachahmlich leidenschaftlich herzzerei\u00dfend sch\u00f6ne Weise, dass ich es gerne auf meiner Beerdigung spielen lassen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dark Side ist das erste Album (von dreien), auf dem diese Band zu voller Reife gelangt. Emotional ist das Album bei aller Ernsthaftigkeit aber auch von einer gewissen Leichtigkeit gepr\u00e4gt, die in folgenden Jahren immer mehr weicht, bis bei &#8222;Animals&#8220; Bissigkeit, bei &#8222;The Wall&#8220; Aggressionen und mit dem Ende der Waters-\u00c4ra und dem umstrittenen (von mir geliebten) Album &#8222;The Final Cut&#8220; in verzweifelter Traurigkeit verloren geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Musik ist nicht dieses beliebige, austauschbare Stampfistampf mit dahingeschwallten Texten, die verzweifelt versuchen, m\u00f6glichst viele sinnfreie Unfl\u00e4tigkeiten in zweieinhalb Minuten Beat hineinzurammen. Musik ist auch nicht ein nichtssagendes, blutleeres Larifariblabla. Musik ist Gef\u00fchl. Musik ist etwas, auf das man sich einlassen muss, das man nicht nebenher aus einer drittklassigen Boombox blechern am Busbahnhof pl\u00e4rren lassen kann. Dieser Musik muss man zuh\u00f6ren. Etwa 45 Minuten mit der vollen Klangbandbreite einer Vinylscheibe mit guten Boxen und&#8230; sonst nichts. Augen zu, treiben lassen. Kein Handy, kein Internet, keine flimmernden Videoclips. Nur du und die Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeitverschwendung?<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, wahrscheinlich hast du niemals so gelebt wie in dieser Dreiviertelstunde&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pink Floyd &#8211; The Dark Side of the Moon Vorweg: Nein, dies ist nicht mein ultimatives Lieblingsalbum. Das kommt sp\u00e4ter. 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